Bilder vom Outback

4 08 2010

So, heute reichen wir nun endlich die erste Ladung der lang angekündigten Bilder vom Outback nach. Fertig sortiert und beschriftet sind sie schon eine Weile – diesmal hat uns allerdings die Technik bei der Veröffentlichung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem viel Spass damit!


Demnächst gibt es mehr Fotos und Berichte – auch auf die Gefahr hin, dass der chronologische Überblick mehr und mehr verloren geht. Am 31. August geht übrigens unser Flieger Richtung Heimat. Und ab dem 2. September darf gerne beim Umzug unserer Habseeligkeiten in Friedensau geholfen werden! (Die sind schon dort und warten auf uns).

Marcus



Hallo Welt!

20 06 2010

Jaja, ich vertehe die Message, die aus den Kommentaren spricht! Wir hinken mit unserem Internettagebuch ganz schön hinterher und ihr möchtet etwas aktuelleres lesen. Andererseits haben wir Christen doch das ganze Jahr Grund, Ostern zu feiern!?! 🙂 Trotzdem habt ihr Recht. Hier also eine thematische Zusammenfassung der letzten Wochen.

Die Arbeit
Nach Ostern haben wir uns (nachdem wir schon wochenlang intensiv im Internet und über verschiedene Hotlines nach Arbeit gesucht, überall aber nur Absagen bekommen hatten) direkt aufgemacht in ein Zentrum des Obst- und Gemüseanbaus: die Kleinstadt Stanthorpe in Queensland. Obwohl wir an der „National Harvest Hotline“ (nationale Erntehotline) davon abgeraten bekamen, weil dort zu viele Backpacker seien, sind wir auf gut Glück hingefahren. Dort gibt es ein sehr gutes Arbeitsvermittlungsbüro, das die gesamte Farmarbeit der Stadt koordiniert. Hier meldeten wir uns an, wurden aber direkt wieder entmutigt: derzeit werde nicht gesucht und die Saison sei sowieso fast vorbei. Hm. Wir checkten ganz Niedergeschlagen auf einem Campingplatz ein und schlugen unser Lager auf, als wir plötzlich eine SMS bekamen: Bitte meldet euch so schnell wie möglich im Arbeitsvermittlungsbüro. Den Job auf einer Salatfarm nahmen wir sofort euphorisch an. In den nächsten Tagen stellte sich heraus, dass wir tatsächlich 8 Stunden am Tag nur Unkraut ausreissen sollten. Teilweise vor den Traktoren im mörderischen Tempo und unter den Augen der Vorgesetzten, Nachmittags eher im Sitzen zwischen den Salatreihen und in gemächlichem aber gründlichen Tempo. Da hat man Momente, in denen man sich vornimmt, sich nie wieder über eine Arbeit in Deutschland zu beschweren! Verstärkt wurde dieser Eindruck, als wir nach den ersten zwei Arbeitstagen kaum laufen konnten vor Schmerzen in jeder einzelnen Faser des Körpers. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ALLES wehgetan hat. Liegen, sitzen, stehen, gehen. Da es nur Muskelkater war, war es eigentlich guter Schmerz! 😉
Nach knapp 3 Wochen, als es dann nachts auch auf die null Grad zuging, beschlossen wir, dass es Zeit war, weiter zu reisen. Mittlerweile sind auch die Schmerzen in den Knien wieder vollkommen weg. 🙂

Ein anderes Mal habe ich einen ganzen Vormittag lang eine Farm nach der anderen angerufen und durch absoluten Zufall einen Job auf einer Maracuja-Farm bekommen. Anfangs nur für eine Person, ab dem 2. Tag aber auch für Marcus. Leider waren wir dort immer schon nach 3-4 Stunden fertig mit der Ernte. Passionsfrüchte werden übrigens nur geerntet, wenn sie bereits auf den Boden gefallen sind. In Australien bekommt man sie als frische Früchte in jedem Supermarkt zu kaufen. Sie sehen einer Kiwi von der Form und Farbe her ähnlich, haben aber eine harte Schale. Sie haben nur wenig Fruchtfleisch um die Kerne, ähnlich wie bei Granatäpfeln, wobei die Kerne aber so gross sind wie in einer Wassermelone. Der Job ging sehr ins Kreuz, aber auch nur wegen der Muskelbelastung, war also nicht schlimm von den Nachwirkungen her. Da wir hier mit den wenigen Wochenstunden halsoviel verdient haben wie auf der Salatfarm, sind wir nach einer Woche weitergezogen.

Seit dem sind wir auf der Suche nach Arbeit. Derzeit ist Winter in Australien, aber im tropischen Norden ist es sehr angenehm! In Cairns z.B. ist es tagsüber schwüle 25 Grad, nachts kühlt es nur auf 20 Grad herunter. Gerade wenn man campt, wie die meisten Backpacker, ist das sehr wichtig. Im Süden, zum Beispiel in Melbourne, ist es gerade wie in unserem Herbst: Recht nass und tagsüber gerade mal 15 Grad. Nicht so schön. Also sind die ganzen Backpacker an der nördlichen Ostküste. Alle suchen nach Arbeit. In den Touristeninformationen, in Backpackerhostels, auf den günstigen Caravanplätzen, auf den Farmen… überall reagiert man auf die Frage nach Arbeit völlig genervt: Hier kommen täglich 20 Backpacker vorbei auf der Suche nach Arbeit, aber wir brauchen niemanden mehr! In einigen Hostels und Campingplätzen (die Farmer rufen dort immer an, wenn sie neue Arbeiter brauchen) hat man uns noch nicht mal auf eine Warteliste geschrieben, geschweige denn einen Platz zum Übernachten gegeben. Es ist einfach ÜBER VOLL! Eine Dame sagte, in diesem Jahr kämen doppelt so viele Backpacker vorbei als im letzten. Wenn dann noch rauskommt, dass wir Deutsche sind kommt nur ein enttäuschtes: Hier sind so viele Deutsche…

Dementsprechend gerne sind wir also gesehen. Wir ziehen unsere Lehre und reisen weiter. Trotzdem stirbt die Hoffnung (in unserem Fall auf Arbeit) zuletzt und wir kratzen immer wieder unseren Optimismus zusammen, fragen wieder nach Arbeit, nur um immer wieder die gleiche niederschmetternde Antwort zu bekommen. Hm. Aber irgendwann muss es doch klappen?! Wir geben nicht auf! Vielleicht sind im Süden um Adelaide nicht so viele Backpacker…

Die Landschaft
Nun zu etwas schönem! Je weiter wir in den Norden reisen, desto tropischer wird das Klima und die Pflanzenwelt, was wir sehr schön finden! Bis vor kurzem war hier noch eine 4-monatige Regenzeit und alles ist herrlich grün. Im tropischen Klima blühen die Pflanzen auch das ganze Jahr über. Es gibt viiiieeele Palmen (herrlich!) und viele verschiedene Farne. Und es gibt viele alte grosse und dicke Bäume. Viele, die wir in Europa natürlich nicht haben. Ich mache immer „grüne Fotos“ wie ich sie nenne, ganz zu Marcus Leidwesen, weil es schon so viele sind. Ich möchte für unsere Wohnung die schönsten Blätter- und Pflanzenbilder aussuchen und eine kleine Galerie machen.

Natürlich sind wir auch am Great Barrier Reef vorbei gekommen. Der „Marine National Park“, der für seinen Schutz eingerichtet wurde, hat die Grösse der Bundesrepublik! Wir haben am südlichsten Ende einen Schnorchelausflug gemacht. Das war sicherlich ein Highlight unserer Reise! Obwohl ich eigentlich eine gewisse Angst vor natürlichen Gewässern habe und nicht gerne schwimmen gehe, war es hier in Ordnung für mich und ich konnte die wunderschönen Fische geniessen! Es war so, als würde man in einem riesigen, wunderschönen Aquarium schwimmen. Das Wasser war angenehme 20 Grad warm, man bekam einen Neoprenanzug und Schnorchelausrüstung inklusive Schwimmflossen. Marcus war ganz glücklich, dass er sogar eine Schildkröte entdeckt hat. In unserem Ausflug war ausserdem eine Führung über die nahegelegene Insel Lady Musgrave Island enthalten. Ich finde die Geschichte zu ihrer Namensgeberin so schön: Lady Musgrave lebte im 18. Jahrhundert und war eine Dame aus höheren Kreisen, die gerne zu Tee-Veranstaltungen eingelud. Da die Menschen weit auseinander lebten und die Reisen lang und beschwerlich waren, dauerten diese „Tees“ mehrere Tage. In diesen Tagen lebten also viele Leute auf einem Anwesen. Man trank viel Tee und tauschte Neuigkeiten aus, die Männer spielten Cricket oder andere Sportarten und Abends wurde am Klavier gemeinsam musiziert. Ist das nicht romantisch? *seufz* Und dabei hatten die Frauen wunderschöne aufwendige Kleider und die Männer waren noch echte Gentlemen. 😉 Und man ass von Blumentellern mit Goldrand und mit Siberbesteck. Herrlich! Ok, ich lasse gewisse Unannehmlichkeiten dieser Zeit weg, ich gebe es zu. Ich schweife auch vom Thema ab…  Diese Lady Musgrave war natürlich nie selbst auf dieser Insel, aber sie wurde zu ihren Ehren nach ihr benannt.
Diese Insel besteht aus abgestorbenen Korallenschichten. Auf ihr wachsen Bäume, sie mit dieser Bodenbeschaffenheit zurechtkommen und an anderen Orten nicht wachsen. Ausserdem müssen sie mit einem gewissen Salzwassergehalt aus dem Boden umgehen können. Ein Baum, ich weiss leider den Namen nicht mehr, nimmt das ganze Salzwasser in sich auf und dann hat er an jedem Ast eine Blättergruppe. In ein Blatt dieser Blättergruppe schickt der Baum dann immer das überschüssige Salz. Das wird mit der Zeit immer gelber bis es dann abfällt. Das ist dann das Opferblatt, sagte unsere Inselführerin. Fand ich eine interessante Geschichte. Einer für alle…

Sonst gibt es hier noch von den riesigen Schmetterlingen zu berichten. Sie sind sehr schön und bunt und haben Flügel von der Grösse von vielleicht grossen Ohren oder so. Mir fällt keine gute Beschreibung ein.

Begegnungen
Was unsere Reise unglaublich bereichert sind die spanndenen Bekanntschaften, die wir machen. Jede Woche treffen wir im Gottesdienst interessante Leute, oft werden wir zum Mittagessen oder nach dem gemeinsamen Gemeindemittagessen in Familien eingeladen und lernen ihr zuhause und ihre manchmal sehr interessanten Ansichten kennen. Manchmal wwoofen wir auch. Das bedeutet wir dürfen bei einer Familie wohnen und essen und bekommen helfen ihnen als Gegenleistung mit dem Haushalt oder dem Garten. Eine herausragende Erfahrung war, als wir bei Benno und Sascha in Nambour an der Sunshinecoast, kurz über Brisbane gewohnt haben. Die beiden sind so nett und offen, dass wir uns so richtig wohl und zuhause gefühlt haben und direkt 3 Wochen geblieben sind. 🙂 Wir hoffen sehr, dass uns die beiden in Deutschland besuchen kommen!
Überhaupt lernt man so viel, wenn man neue Leute kennen lernt. An diesem Wochenende zum Beispiel durften wir auf dem Grundstück einer Familie mit 7 Kindern campen. Sie haben sich gestern Abend und heute Vormittag Zeit genommen, sich mit uns zu unterhalten, was unglaublich spannend war. Wo sonst hat man die Möglichkeit, aus erster Hand über „Homeschooling“ zu erfahren?! Die Mutter dieser 7 Kinder unterrichtet 4 von ihnen tatsächlich komplett selbst zuhause. In Australien ist das komplett legal und wird von der Regierung unterstützt, der Leistungsstand wird aber auch in 3 Fächern  überprüft: Mathe, Englisch und ein „Wahlfach“.
Wenn ich Zeit hätte, könnte ich noch so viel mehr erzählen…

Der Ausblick
Morgen werden wir mal wieder gen Westen aufbrechen, wir reisen mit gewissem Abstand zur Küste im Norden Richtung „Mitte“. Dann geht es relativ zügig durch die Wüste nach Süden über Alice Springs zum Uluru (Ayers Rock) und weiter nach Adelaide (an der Südküste) und von dort zurück östlich nach Melbourne. Und dann dauert es auch gar nicht mehr so lange, bis wir nach Hause kommen. 🙂

Seid ganz lieb gegrüsst!
Lisa und Marcus



Snowy Mountains

20 03 2010

So, hier gibt es mal wieder ein paar Bilder von unseren Abenteuern. Heute von den Snowy Mountains, die wir am 3. Maerz ueberquert haben. Sehr schoen dort, oder? Wir haben es genossen, auf einem kleinen Campingplatz direkt am Fluss zu uebernachten, wo sonst niemand war!

Ansonsten war diie Strasse, direkt am Abhang, zum Teil ein Abenteur. Vor lauter Aufregung haben wir davon natuerlich keine Fotos gemacht. Aber wir haben alles gut ueberstanden!

 

Bald mehr aus dem Aussieland,
Marcus

PS: Heute nach dem Gottesdienst habe ich den ersten Prediger gesehen, der Autogramme an hunderte von Personen unter Blitzlichgewitter verteilt hat. Ehrlich! In einer Adventgemeinde! Demnaechst mehr 😉



Was wir an Australien lieben…

9 03 2010

1. Die oeffentlichen Toiletten. Das ist wirklich ganz anders als in Deutschland! Wohin man auch sieht oder geht, fast immer ist eine oeffentliche Toilette ausgeschildert. Immer kostenlos! Und meistens gut gepflegt. Das wuenschen wir uns auch fuer Deutschland, wo man oft nach einem Oertchen suchen muss, in Restaurants fragt, Geld bezahlt und man sich meistens fragt, wann hier das letzte mal geputzt wurde. Hut ab vor den Australiern…die Toiletten sind ein echter Service (und ab und zu gibt es dort sogar Duschen, sodass man als Backpacker hart verdientes Geld sparen kann, weil man nicht in ein Hostel oder auf einen Caravanpark muss, super ;)).

2. Ginger-Beer. Das kannten wir vorher nicht und zunaechst ist es auch etwas gewoehnungsbeduerftig. Inzwischen schmeckt uns die aklholfreie Alternative zum deutschen akloholfreien Bier aber ganz gut. Zu kaufen gibt es Ginger Beer in verschiedenen Variationen in allen Supermaerkten. Ab und zu ist es also eine leckere Alternative zum Leitungswasser :).

3. Das milde Wetter. Obwohl es hier mehr regnet als erwartet, ist das Wetter meist deutlich milder als in Deutschland. Das campen wird einem dadurch um einiges erleichtert. Das hilft zwar nicht weiter, wenn es regnet – aber nach spaetestens zwei bis drei Tagen trocknet alles „ratzfatz“. Denn wenn die Sonne einmal ungehindert auf die australische Erde scheint, wird es direkt warm bis heiss – und man muss neues Eis fuer den Esky (Camper-Kuehlschrank) kaufen.

4. Die Touristen-Informationen. In jedem Ort ab ca. 50 Einwohner gibt es eine Touristeninformation, in der man mit mehr Karten- und Prospektmaterial eingedeckt wird, als man in einer durchschnittlichen PKW-Seitentuer verstauen kann. Man muss nur den blauen Schildern am Ortseingang folgen und erfaehrt sehr schnell alles wichtige: Campingplatz, Schwimmbad, Duschen, Bibliothek, Supermarkt, Sehenswuerdigkeiten, Wanderwege, etc. Das erstspart das eine oder andere Dutzend an Kilometern, die man sonst mit „Suchen“ und „Rumfahren“ verbringen wuerde.

5. Die Natur. Wenn man eine australische Landkarte betrachtet, wimmelt es dort nur so vor Nationalparks. Zum Spazieren und Wandern gibt es also viele Moeglichkeiten. Ein paar Bilder haben wir ja schon veroeffentlicht. Dazu kommen die Berge (von den Einheimischen oft von selbst sehr selbstkritisch aber richtig als „Huegel“ bezeichnet), das Meer, Straende, Botanische Gaerten, Wiesen und Felder. Frische Luft ist also ausserhalb Melbourns oder Sydneys garantiert. Nur die Voegel, die sind manchmal morgens etwas laut. Aber ansonsten: Sehr erholsam (wenn es nicht gerade regnet).

6. Oeffentliche Bibliotheken. Wenn es etwas neues in unserem Blog zu lesen gibt, wisst ihr, dass wir eine oeffentliche Bibliothek gefunden haben. So eine Bibliothek gibt es in jeder mittelgrossen Stadt und sie ist stets kostenlos. Der einzige Haken ist, dass man oft nur eine oder eine halbe Stunde am PC sitzen darf (dann moechte naemlich jemand anderes diesen Service nutzen). Das hat zur Folge, dass wir bisher erst einmal im Internetcafe waren. (Ok, auch bei verschiedenen Privatpersonen haben wir schon den WWW-Anschluss genutzt, Danke an dieser Stelle!). Trotzem: Die Bibliotheken sind toll!

7. Woolworths. Woolworths (ja, mit „s“!) ist hier kein Kaufhaus, bzw. „Alles-Laden“, sondern ein Supermarks, den wir besonders gerne Besuchen. Er ist gross, hat neben Lebensmitteln auch anderen Haushaltsbedarf und wenn man die „Home Brand“-Produkte kauft, kann man eine Menge Geld sparen. Die sind naemlich mindestens genau so guenstig wie die australischen ALDI-produkte (ja, das haben wir untersucht;)). Ausserdem wird an der Kasse alles Eingekaufte in Plastiktueten verpackt, sodass man das nicht selbst machen muss. Es dauert dadurch zwar manchmal etwas laenger an der Kasse, aber dafuer bekommt man kostenlos ein paar Muelltueten mit. Das gefaellt uns. Als Bonus bekommt man dann noch Tankgutscheine, mit denen man bei einer bestimmten Tankenkette recht guenstig tanken (was sonst?) kann. Das nutzen wir natuerlich auch gerne. 4 (australisch) Cent Ersparnis pro Liter rechnen sich bei einem 120 Liter-Tank natuerlich recht schnell…

8. Die Kontaktfreudigkeit. Es sind zwar nicht ALLE Australier zuvorkommend und die Freundlichkeit in Person, doch insgesamt ist hier ein aufgeschlossenes Voelkchen anzutreffen. Gerade auf dem Land wird man freundlich begruesst und in einen smalltalk verwickelt, ob nun im General Store (der Name ist Programm), auf der Toilette oder beim Picknick im Park. Immer heisst es „Hey Mate, how’re you doing?“ …man ist schnell „per du“. Und auch wenn einem die Australier bei einer Frage nicht weiterhelfen koennen, geben sie sich Muehe, fragen jemanden anderen oder wuenschen zumindest „good on ya“.

So…jetzt wisst ihr hoffentlich etwas mehr ueber das australische Leben im Allgemeinen und unseren Alltag im Besonderen. Mal sehen, ob uns demnaechst noch mehr auffaellt.

Marcus



Wilsons Prom: Nationalpark und Surf-Paradies

9 03 2010

Direkt nach Phllip Island, also am 6. und 7.  Februar 2010, besuchten wir den Nationalpark auf Wilsons Promontory (kurz: „Wilsons Prom“ oder „The Prom“). Es handelt sich dabei um einen wunderschoenen Nationalpark, der gelegentlich als Naherholungsgebiet fuer Melbourne dient. Schliesslich faehrt man nicht viel laenger als drei Stunden, das ist fuer den durchschnittlichen Australier nicht viel. Was es dort zu sehen gibt, koennt ihr euch in Auschnitten hier anschauen:

 

Ansonsten sei noch erwaehnt, das uns eines abends ein Wallaby besuchte, an unserem Surfboard entlang hoppelte und uns beim Essen zusah. Irgendwann verschwand es dann wieder im Busch. Anscheinend war es Menschen gewoehnt.

Als allerdings am naechsten Morgen lauter Muell vor unserem Auto lag, wussten wir recht schnell, dass daran ein anderer Bewohner Australiens „Schuld“ war (wir sammeln unseren Muell naemlich fuer gewoehnlich in einer Plastiktuete): Ein Wombat. Es wird zwar ueberall davor gewarnt, dass man keine Essensreste im Zelt oder gar im Freien lagern soll, weil so ein Wombat das wohl schnell riecht – doch unsere Muelltuete hatten wir einfach am Auto vergessen. Naja, geklaut hat er nichts, wir mussten die Sachen dann nur wieder einsammeln (und das haben wir als geuebte Deutsche natuerlich auch gemacht!)

Auf Wilsons Prom kam auch unser bereits erwaehntes Surfboard zum ersten Mal zum Einsatz. Es waere nun uebertrieben, wenn ich (Marcus) behaupten wuerde, dass ich damit surfen war. Aber immerhin bin ich etwas im liegen auf den Wellen geritten. Fuer’s erste Mal fand ich das ganz in Ordnung, vor allem weil wir wohl kein Anfaengerboard, sondern mindestens eins fuer Fortgeschrittene haben. (Das werde ich demnaechst auch weiterhin als Ausrede anfuehren, wenn es mit dem Surfen nicht so klappt 😉 Wenn es gen Norden geht, wird das Wetter und somit auch das Meer etwas waermer. Das ist eben genau anders herum als im „Alten Europa“. Vor der Kueste Sydneys sollen dann angeblich perfekte Bedingungen zum Surfen herrschen. Wir lassen uns ueberraschen!

Marcus