Hallo Welt!

20 06 2010

Jaja, ich vertehe die Message, die aus den Kommentaren spricht! Wir hinken mit unserem Internettagebuch ganz schön hinterher und ihr möchtet etwas aktuelleres lesen. Andererseits haben wir Christen doch das ganze Jahr Grund, Ostern zu feiern!?! 🙂 Trotzdem habt ihr Recht. Hier also eine thematische Zusammenfassung der letzten Wochen.

Die Arbeit
Nach Ostern haben wir uns (nachdem wir schon wochenlang intensiv im Internet und über verschiedene Hotlines nach Arbeit gesucht, überall aber nur Absagen bekommen hatten) direkt aufgemacht in ein Zentrum des Obst- und Gemüseanbaus: die Kleinstadt Stanthorpe in Queensland. Obwohl wir an der „National Harvest Hotline“ (nationale Erntehotline) davon abgeraten bekamen, weil dort zu viele Backpacker seien, sind wir auf gut Glück hingefahren. Dort gibt es ein sehr gutes Arbeitsvermittlungsbüro, das die gesamte Farmarbeit der Stadt koordiniert. Hier meldeten wir uns an, wurden aber direkt wieder entmutigt: derzeit werde nicht gesucht und die Saison sei sowieso fast vorbei. Hm. Wir checkten ganz Niedergeschlagen auf einem Campingplatz ein und schlugen unser Lager auf, als wir plötzlich eine SMS bekamen: Bitte meldet euch so schnell wie möglich im Arbeitsvermittlungsbüro. Den Job auf einer Salatfarm nahmen wir sofort euphorisch an. In den nächsten Tagen stellte sich heraus, dass wir tatsächlich 8 Stunden am Tag nur Unkraut ausreissen sollten. Teilweise vor den Traktoren im mörderischen Tempo und unter den Augen der Vorgesetzten, Nachmittags eher im Sitzen zwischen den Salatreihen und in gemächlichem aber gründlichen Tempo. Da hat man Momente, in denen man sich vornimmt, sich nie wieder über eine Arbeit in Deutschland zu beschweren! Verstärkt wurde dieser Eindruck, als wir nach den ersten zwei Arbeitstagen kaum laufen konnten vor Schmerzen in jeder einzelnen Faser des Körpers. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ALLES wehgetan hat. Liegen, sitzen, stehen, gehen. Da es nur Muskelkater war, war es eigentlich guter Schmerz! 😉
Nach knapp 3 Wochen, als es dann nachts auch auf die null Grad zuging, beschlossen wir, dass es Zeit war, weiter zu reisen. Mittlerweile sind auch die Schmerzen in den Knien wieder vollkommen weg. 🙂

Ein anderes Mal habe ich einen ganzen Vormittag lang eine Farm nach der anderen angerufen und durch absoluten Zufall einen Job auf einer Maracuja-Farm bekommen. Anfangs nur für eine Person, ab dem 2. Tag aber auch für Marcus. Leider waren wir dort immer schon nach 3-4 Stunden fertig mit der Ernte. Passionsfrüchte werden übrigens nur geerntet, wenn sie bereits auf den Boden gefallen sind. In Australien bekommt man sie als frische Früchte in jedem Supermarkt zu kaufen. Sie sehen einer Kiwi von der Form und Farbe her ähnlich, haben aber eine harte Schale. Sie haben nur wenig Fruchtfleisch um die Kerne, ähnlich wie bei Granatäpfeln, wobei die Kerne aber so gross sind wie in einer Wassermelone. Der Job ging sehr ins Kreuz, aber auch nur wegen der Muskelbelastung, war also nicht schlimm von den Nachwirkungen her. Da wir hier mit den wenigen Wochenstunden halsoviel verdient haben wie auf der Salatfarm, sind wir nach einer Woche weitergezogen.

Seit dem sind wir auf der Suche nach Arbeit. Derzeit ist Winter in Australien, aber im tropischen Norden ist es sehr angenehm! In Cairns z.B. ist es tagsüber schwüle 25 Grad, nachts kühlt es nur auf 20 Grad herunter. Gerade wenn man campt, wie die meisten Backpacker, ist das sehr wichtig. Im Süden, zum Beispiel in Melbourne, ist es gerade wie in unserem Herbst: Recht nass und tagsüber gerade mal 15 Grad. Nicht so schön. Also sind die ganzen Backpacker an der nördlichen Ostküste. Alle suchen nach Arbeit. In den Touristeninformationen, in Backpackerhostels, auf den günstigen Caravanplätzen, auf den Farmen… überall reagiert man auf die Frage nach Arbeit völlig genervt: Hier kommen täglich 20 Backpacker vorbei auf der Suche nach Arbeit, aber wir brauchen niemanden mehr! In einigen Hostels und Campingplätzen (die Farmer rufen dort immer an, wenn sie neue Arbeiter brauchen) hat man uns noch nicht mal auf eine Warteliste geschrieben, geschweige denn einen Platz zum Übernachten gegeben. Es ist einfach ÜBER VOLL! Eine Dame sagte, in diesem Jahr kämen doppelt so viele Backpacker vorbei als im letzten. Wenn dann noch rauskommt, dass wir Deutsche sind kommt nur ein enttäuschtes: Hier sind so viele Deutsche…

Dementsprechend gerne sind wir also gesehen. Wir ziehen unsere Lehre und reisen weiter. Trotzdem stirbt die Hoffnung (in unserem Fall auf Arbeit) zuletzt und wir kratzen immer wieder unseren Optimismus zusammen, fragen wieder nach Arbeit, nur um immer wieder die gleiche niederschmetternde Antwort zu bekommen. Hm. Aber irgendwann muss es doch klappen?! Wir geben nicht auf! Vielleicht sind im Süden um Adelaide nicht so viele Backpacker…

Die Landschaft
Nun zu etwas schönem! Je weiter wir in den Norden reisen, desto tropischer wird das Klima und die Pflanzenwelt, was wir sehr schön finden! Bis vor kurzem war hier noch eine 4-monatige Regenzeit und alles ist herrlich grün. Im tropischen Klima blühen die Pflanzen auch das ganze Jahr über. Es gibt viiiieeele Palmen (herrlich!) und viele verschiedene Farne. Und es gibt viele alte grosse und dicke Bäume. Viele, die wir in Europa natürlich nicht haben. Ich mache immer „grüne Fotos“ wie ich sie nenne, ganz zu Marcus Leidwesen, weil es schon so viele sind. Ich möchte für unsere Wohnung die schönsten Blätter- und Pflanzenbilder aussuchen und eine kleine Galerie machen.

Natürlich sind wir auch am Great Barrier Reef vorbei gekommen. Der „Marine National Park“, der für seinen Schutz eingerichtet wurde, hat die Grösse der Bundesrepublik! Wir haben am südlichsten Ende einen Schnorchelausflug gemacht. Das war sicherlich ein Highlight unserer Reise! Obwohl ich eigentlich eine gewisse Angst vor natürlichen Gewässern habe und nicht gerne schwimmen gehe, war es hier in Ordnung für mich und ich konnte die wunderschönen Fische geniessen! Es war so, als würde man in einem riesigen, wunderschönen Aquarium schwimmen. Das Wasser war angenehme 20 Grad warm, man bekam einen Neoprenanzug und Schnorchelausrüstung inklusive Schwimmflossen. Marcus war ganz glücklich, dass er sogar eine Schildkröte entdeckt hat. In unserem Ausflug war ausserdem eine Führung über die nahegelegene Insel Lady Musgrave Island enthalten. Ich finde die Geschichte zu ihrer Namensgeberin so schön: Lady Musgrave lebte im 18. Jahrhundert und war eine Dame aus höheren Kreisen, die gerne zu Tee-Veranstaltungen eingelud. Da die Menschen weit auseinander lebten und die Reisen lang und beschwerlich waren, dauerten diese „Tees“ mehrere Tage. In diesen Tagen lebten also viele Leute auf einem Anwesen. Man trank viel Tee und tauschte Neuigkeiten aus, die Männer spielten Cricket oder andere Sportarten und Abends wurde am Klavier gemeinsam musiziert. Ist das nicht romantisch? *seufz* Und dabei hatten die Frauen wunderschöne aufwendige Kleider und die Männer waren noch echte Gentlemen. 😉 Und man ass von Blumentellern mit Goldrand und mit Siberbesteck. Herrlich! Ok, ich lasse gewisse Unannehmlichkeiten dieser Zeit weg, ich gebe es zu. Ich schweife auch vom Thema ab…  Diese Lady Musgrave war natürlich nie selbst auf dieser Insel, aber sie wurde zu ihren Ehren nach ihr benannt.
Diese Insel besteht aus abgestorbenen Korallenschichten. Auf ihr wachsen Bäume, sie mit dieser Bodenbeschaffenheit zurechtkommen und an anderen Orten nicht wachsen. Ausserdem müssen sie mit einem gewissen Salzwassergehalt aus dem Boden umgehen können. Ein Baum, ich weiss leider den Namen nicht mehr, nimmt das ganze Salzwasser in sich auf und dann hat er an jedem Ast eine Blättergruppe. In ein Blatt dieser Blättergruppe schickt der Baum dann immer das überschüssige Salz. Das wird mit der Zeit immer gelber bis es dann abfällt. Das ist dann das Opferblatt, sagte unsere Inselführerin. Fand ich eine interessante Geschichte. Einer für alle…

Sonst gibt es hier noch von den riesigen Schmetterlingen zu berichten. Sie sind sehr schön und bunt und haben Flügel von der Grösse von vielleicht grossen Ohren oder so. Mir fällt keine gute Beschreibung ein.

Begegnungen
Was unsere Reise unglaublich bereichert sind die spanndenen Bekanntschaften, die wir machen. Jede Woche treffen wir im Gottesdienst interessante Leute, oft werden wir zum Mittagessen oder nach dem gemeinsamen Gemeindemittagessen in Familien eingeladen und lernen ihr zuhause und ihre manchmal sehr interessanten Ansichten kennen. Manchmal wwoofen wir auch. Das bedeutet wir dürfen bei einer Familie wohnen und essen und bekommen helfen ihnen als Gegenleistung mit dem Haushalt oder dem Garten. Eine herausragende Erfahrung war, als wir bei Benno und Sascha in Nambour an der Sunshinecoast, kurz über Brisbane gewohnt haben. Die beiden sind so nett und offen, dass wir uns so richtig wohl und zuhause gefühlt haben und direkt 3 Wochen geblieben sind. 🙂 Wir hoffen sehr, dass uns die beiden in Deutschland besuchen kommen!
Überhaupt lernt man so viel, wenn man neue Leute kennen lernt. An diesem Wochenende zum Beispiel durften wir auf dem Grundstück einer Familie mit 7 Kindern campen. Sie haben sich gestern Abend und heute Vormittag Zeit genommen, sich mit uns zu unterhalten, was unglaublich spannend war. Wo sonst hat man die Möglichkeit, aus erster Hand über „Homeschooling“ zu erfahren?! Die Mutter dieser 7 Kinder unterrichtet 4 von ihnen tatsächlich komplett selbst zuhause. In Australien ist das komplett legal und wird von der Regierung unterstützt, der Leistungsstand wird aber auch in 3 Fächern  überprüft: Mathe, Englisch und ein „Wahlfach“.
Wenn ich Zeit hätte, könnte ich noch so viel mehr erzählen…

Der Ausblick
Morgen werden wir mal wieder gen Westen aufbrechen, wir reisen mit gewissem Abstand zur Küste im Norden Richtung „Mitte“. Dann geht es relativ zügig durch die Wüste nach Süden über Alice Springs zum Uluru (Ayers Rock) und weiter nach Adelaide (an der Südküste) und von dort zurück östlich nach Melbourne. Und dann dauert es auch gar nicht mehr so lange, bis wir nach Hause kommen. 🙂

Seid ganz lieb gegrüsst!
Lisa und Marcus



Hallo Welt!

15 04 2010

Ja, wir leben noch! Und es geht uns den Umständen entsprechend gut! Heute schreiben wir das erste Mal von unserem eigenen neuen „Eee PC“ (ein kleiner Laptop) aus; wir sitzen gerade bei unserem besten Freund Roland Mc Donald’s 😉 (Weil es da kostenlosen Internetzugang gibt). Es funktioniert also alles.

Es ist schon faszinierend, dass wir vor fünft Tagen einen Laptop beim australischen eBay bestellt haben, der Kauf per PayPal über mein deutsches Konto abgewickelt wurde und vier Tage später das richtige Paket in irgendeinem Caravan Park im australischen Hinterland angekommen ist. Wunderbar!

„Den Umständen entsprechend“ bedeutet: Uns tut alles weh, aber wir haben Arbeit und sind darüber sehr froh! Wir rupfen den ganzen Tag Unkraut („weeding“) auf einer Salatfarm. Wir dachten nicht, dass es sowas überhaupt gibt: Unkraut zupfen (ausschliesslich!) für umgerechnet mehr als 10,- Euro die Stunde. Um 6:00 Uhr morgens geht’s los, dafür ist man aber auch um 14:00 Uhr fertig. Da es allerdings um 18:00 Uhr schonwieder dunkel ist, hält sich die Freizeit in Grenzen…doch wir sind ja nicht zum Vergnügen hier! (Mitleidsbekundungen können gerne in Form von Kommentaren, E-Mails oder Facebook-Nachrichten abgegeben werden;))

Demnächst mehr von uns. Es ist 19:49 Uhr Ortszeit, höchste Zeit zum Schlafengehen!

Viele Grüsse,
Marcus und Lisa



„Wart ihr schon in Syd?“

28 03 2010

„Wart ihr schon in Syd?“ „Nee!“, mussten wir bisher immer sagen. (Das Copyright an diesem Gag liegt uebrigens bei meinem Cousin ;)) Jetzt haben wir uns die heimliche Hauptstadt Australiens aber endlich angeschaut, ziemlich genau zwei Wochen lang. Heute geht es weiter Richtung Westen, fuer drei Tage in die Blue Mountains, danach steht das Avondale College und Umgebung weiter im Norden auf dem Programm.

Aber zunaechst ein kleiner Rueckblick auf unsere letzten zwei Wochen sowie ein Einblick in das Panorama Sydneys:

 

In Sydney haben wir das erste mal gewwooft. WWOOF steht fuer „Willing Workers on Organic Farms“. Das Prinzip: Man arbeitet jeden Tag 4-6 Stunden und kann dafuer bei den Gastgebern kostenlos wohnen und essen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie man in Sydney auf einem oekologischen Bauerhof arbeiten kann… Naja, wir waren bei einer Familie mit grossem, „natuerlichen“ Garten, das passt gerade noch ins WWOOF-Konzept. Meistens haben wir einen ganzen Tag gearbeitet und konnten dafuer auch einen ganzen Tag Sightseeing betreiben. Arbeiten hiess hier meistens Unkraut zupfen…acht Stunden am Stueck ist das schon eine Herausforderung. Aber ab und zu konnten wir auch Baenke und Tische streichen, Blumen pflanzen, Wege fegen, etc. – einen Tag hat Lisa auch gebuegelt. In einer knappen Stunde war man dann vom vorort aus mit dem Auto oder dem Bus in der Stadt oder am Strand. Guenstiger kann man Sydney wahrscheinlich nicht wohnen.

Was uns nicht so gut gefallen hat: Der bewusst natuerlich gehaltene Garten, der selbst nach Unkraut zupfen (zum Teil „ausreissen“) und Aufraeumen immer noch nicht schoen war, die nicht besonders hygienisch gehaltene Kueche und dass das Abendessen meist erst zwischen 19:00 und 21:00 Uhr auf den Tisch kam. Naja…wie gesagt, es war guenstig, wir durften hier alles benutzen (inkl. Kaffeemaschine und Internet) und wir werden auf jeden Fall noch eine zweite WWOOF-Station ausprobieren.

Zur Stadt: Sydney ist die groesste Stadt Australiens, gefolgt von Melbourne, wo wir uns nun schon eine Weile aufgehalten hatten. Doch in Sydney ist tatsaechlich alles noch groesser, noch schneller, noch hektischer, noch mehr Verkehr, etc. (Mit dem Auto kommt daher allerdings langsamer als in Melbourne vorwaerts…) Es gibt auch mehr touristische Attraktionen zu besichtigen, die wahrscheinlich bekanntesten koennt ihr ja auf den Fotos sehen. In der Stadt wimmelt es nur so vor Anzugtraegern, die gerade auf dem Weg zur Arbeit sind (mit Auto, Bus, per Pedes oder Taxi), von der Arbeit kommen oder in der Mittagspause etwas zu Essen suchen. Selbst zu Fuss kommt man langsam vorwaerts, weil man an jeder Ampelkreuzung mehrere Minuten warten muss – und nicht immer kann man ueber Rot gehen, wie es  viele Einheimische tun. Zweimal haben wir uns auch mit dem eigenen Auto in die Stadt gewagt…das ist eine spannende Angelegenheit und danach ist man reif fuer eine laengere Erholungsphase.

Sydney ist schon faszinierend, mit ihren ganzen Hochhaeusern, dem Hafen und vielen anderen schoenen Fleckchen. Eine kleine Hafenrundfahrt, wie sie einem von jedem Reisefuehrer empfolen wird, haben wir per Faehre natuerlich auch gemacht – wirklich sehr schoen! Ansonsten ist festzuhalten: Die Oper sieht von Weitem schoener und eindrucksvoller aus als aus der Naehe und die Harbour Bridge lohnt sich vor allem als Aussichtspunkt ueber den Hafen und die City.

So…gleich heisst es noch etwas „Garten verschoenern“, Auto packen und in die Blue Mountains aufbrechen. Aus Sydney gruessen wir natuerlich besonders: Markus in Herne – wir sind auf deine Kommentare gespannt 😉

Bis demnaechst,
Marcus

PS: Zum Thema Kirchen und Gemeinden, die wir an den beiden Wochenenden in Sydney besucht haben, schreiben wir bald noch ein paar Extrazeilen…



Kinotipp

25 02 2010

Also was die versprochenen Fotos angeht…da muessen wir euch leider noch etwas vertroesten. Wir haben einige in unserer Kamera, aber wir hatten noch keine Zeit um sie zu zaehmen und der Oeffentlichkeit Preis zu geben 😉 Wir werden es hoffentlich bald nachholen.

Stattdessen haben wir einen Filmtipp fuer euch. Ein echter Knaller, der es vielleicht bald wirklich ins Kino schafft! Und wo wurde er gedreht und produziert? Auf „unserer“ Blaubeerfarm! Wer spielt die Hauptrolle? Unser alter und neuer Kollege Maik. Schaut es euch selbst an, hier der Link:

Der Alltag hat mich wieder – Der Film (09.02.2010, 18:30) 
(Auf der Seite etwas herunterscrollen und dann das MyVideo-Video anklicken!)

Jetzt wisst ihr, wie es in Moondarra und Umgebung ungefaehr aussieht!

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Unserem Auto geht es gut, wir hatten heute unseren vorletzten Arbeitstag auf der Blaubeerfarm und am Samstag werden wir bereits zum vierten Mal die Adventgemeinde in Moe besuchen. Uns gefaellt es da 😉

Was danach passiert, wissen wir noch nicht so genau. Grundsaetzlich wollen wir uns auf den Weg Richtung Norden nach Canberra machen. Wir wuerden aber auch noch etwas arbeiten (auf dem Weg dorthin), weil gerade Erntezeit ist – um danach laenger und entspannt reisen zu koennen. Mal sehen, was sich am Wochenende in Sachen Jobs ergibt…

Wo liegt in Deutschland noch ueberall Schnee?

Marcus



Back in Moondarra

15 02 2010

Wer haette es gedacht: Nach zwei Wochen Pause stehen wir wieder in Moondarra und packen Blaubeeren! Hier die Geschichte in Kurzform:

* Vor drei Wochen dachten wir: Blaubeeren ade – wir gehen auf grosse Reise! Weil Lisa Probleme mit ihrem Ruecken hatte, sind wir aber erstmal nach Melbourne zurueckgefahren, damit sie sich auskurieren kann. Neben Erholung standen aber auch etwas Sightseeing und ein Check fuer unser Auto auf dem Programm. Nach der Untersuchung musste sich unser Auto dann ebenfalls ein paar Tage lang auskurieren (es lag ein Wochenende dazwischen) und dazu teuer bezahlen (die Rechnung haben wir aber freundlicherweise uebernommen). Naja, mit neuem Oel, Riemen, Wasserpumpe, Kuehler, etc. geht es jetzt hoffentlich ohne Probleme weiter. Wir haben ja noch etwas vor uns und wollten keine Probleme in der australischen Wueste riskieren.

* Was wir in Melbourne alles gesehen haben: State Library (nett, mit kostenlosem Internetzugang :), Melbourne Museum (muss man nicht unbedingt gesehen haben, es sei denn man mag ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen), Victoria Night Market (sehr zu empfehlen, mittwochs abends in der City) und ein adventistisches Gemeindegruendungsprojekt mit der Zielgruppe „Studenten“ (wir wurden sehr freundlichaufgenommen, vielen Dank!). Ausserdem wurden wir eingeladen, mitten in der City in einem Hochhaus (15. Stock) mit Blick auf den Yarra-River, die Innenstatd sowie weitere Skyscraper zu uebernachten. Dem Pastor sei Dank! 😉 Es war ein besonderes Erlebnis fuer uns.

* Danach haben wir Phillipp Island besucht, das „Mallorca von Melbourne“. Seit mehr als 100 Jahren kommen die Leute hier zur Erholung hin – Tourismus pur, aber schoen 😉 Die Caravan Parks sind dort nicht gerade preiswert, haben dafuer aber auch meist einen Pool und andere Annehmlichkeiten. Das Highlight der Insel ist aber die Pinguin Parade, die wir uns natuerlich angesehen haben: Jeden Abend landen dort am Strand hunderte von Pinguineltern, um ihre Kleinen in ihren „Nest-Hoehlen“ zu versorgen. Man kann sich das aus naechster Naehe anschauen – einfach phantastisch! (Die meisten Besucher haben sich auch angemessen ruhig verhalten).

* Zwei Tage spaeter ging es dann weiter nach Wilsons Promontory, ein Nationalpark in der Naehe von Melbourne, der ebenfalls gerne in der Freizeit der Stadtmenschen besucht wird. Hier kann man wandern, baden und surfen. Es gibt herrliche Straende und ein paar Berge. Leider hatten wir kein schoenes Wetter, besonders am zweiten Tag, sodass wir die geplante Wanderung nicht angetreten sind. Aber immerhin war ich (Marcus) zum ersten mal surfen – naja, also ich lag auf dem Brett und habe es ein erstes Mal getestes 😉 Schliesslich haben wir das Board ja mit unserem Auto gekauft! Eines Abends kam dann noch ein kleines Kaenguru an unserem Stellplatz vorbeigehoppelt. Niedlich.

Tja – und weil wir unterwegs keine andere Arbeit gefunden haben, gerne aber etwas verdienen wollten und wir quasi das Angebot bekamen, wieder auf der Blaubeerfarm zu arbeiten, sind wir wieder hier. Inzischen seit einer Woche. Bilder der vergangenen Wochen werden wie immer nachgereicht, dazu auch ein Bericht ueber unsere aktuelle Arbeit hier. Nur etwas Geduld!

Als Trost fuer alle neidischen Bewohner Deutschlands: Im Moment ist hier ein Wetter wie sonst nur im Herbst an der Ostsee: Seit zwei Tagen regenet es unentwegt, heute (Monatg) konnten wir deswegen auch nicht arbeiten. Wir hoffen also auf Besserung. Sonst ist alles ok, auch mit Lisas Ruecken (Dank eines deutsprechenden, aus Holland stammenden, selbststaendigen Physiotherapeuthen aus der Gegend 😉

Schoene Gruesse,
Marcus

PS: Die Kommentarfunktion darf gerne genutzt werden. Wir wuerden uns freuen 😉