Adventgeschichte

7 03 2010

Wie wir frueher schon einmal erwaehnt haben (27.01.2010: Siebensten-Tags-Adventisten in Warburton), ist Warburton ein sehr geschichtstraechtiger Ort, was die Adventisten in Australien betrifft. Der Verlag „Signs“ ist noch immer in diesem kleinen Ort beheimatet – und das schon seit einer ganzen Weile, wie man auf diesen Fotos erkennen kann:

 

Die Preisfragen fuer alle Hardcore-Fans lauten dieses Mal:

1. Wer ist der Autor von „Desire of Ages“?
2. In welchem verwandtschaftlichen Verhaeltnis steht die Autorin des Buches zum zweiten „Manager“ des Verlages?

Antworten sind bitte schriftlich als Kommentar einzureichen. Ueber die hoehe des Preisgeldes hat das Komitee zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht entschieden.

Marcus



Kinotipp

25 02 2010

Also was die versprochenen Fotos angeht…da muessen wir euch leider noch etwas vertroesten. Wir haben einige in unserer Kamera, aber wir hatten noch keine Zeit um sie zu zaehmen und der Oeffentlichkeit Preis zu geben 😉 Wir werden es hoffentlich bald nachholen.

Stattdessen haben wir einen Filmtipp fuer euch. Ein echter Knaller, der es vielleicht bald wirklich ins Kino schafft! Und wo wurde er gedreht und produziert? Auf „unserer“ Blaubeerfarm! Wer spielt die Hauptrolle? Unser alter und neuer Kollege Maik. Schaut es euch selbst an, hier der Link:

Der Alltag hat mich wieder – Der Film (09.02.2010, 18:30) 
(Auf der Seite etwas herunterscrollen und dann das MyVideo-Video anklicken!)

Jetzt wisst ihr, wie es in Moondarra und Umgebung ungefaehr aussieht!

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Unserem Auto geht es gut, wir hatten heute unseren vorletzten Arbeitstag auf der Blaubeerfarm und am Samstag werden wir bereits zum vierten Mal die Adventgemeinde in Moe besuchen. Uns gefaellt es da 😉

Was danach passiert, wissen wir noch nicht so genau. Grundsaetzlich wollen wir uns auf den Weg Richtung Norden nach Canberra machen. Wir wuerden aber auch noch etwas arbeiten (auf dem Weg dorthin), weil gerade Erntezeit ist – um danach laenger und entspannt reisen zu koennen. Mal sehen, was sich am Wochenende in Sachen Jobs ergibt…

Wo liegt in Deutschland noch ueberall Schnee?

Marcus



Back in Moondarra

15 02 2010

Wer haette es gedacht: Nach zwei Wochen Pause stehen wir wieder in Moondarra und packen Blaubeeren! Hier die Geschichte in Kurzform:

* Vor drei Wochen dachten wir: Blaubeeren ade – wir gehen auf grosse Reise! Weil Lisa Probleme mit ihrem Ruecken hatte, sind wir aber erstmal nach Melbourne zurueckgefahren, damit sie sich auskurieren kann. Neben Erholung standen aber auch etwas Sightseeing und ein Check fuer unser Auto auf dem Programm. Nach der Untersuchung musste sich unser Auto dann ebenfalls ein paar Tage lang auskurieren (es lag ein Wochenende dazwischen) und dazu teuer bezahlen (die Rechnung haben wir aber freundlicherweise uebernommen). Naja, mit neuem Oel, Riemen, Wasserpumpe, Kuehler, etc. geht es jetzt hoffentlich ohne Probleme weiter. Wir haben ja noch etwas vor uns und wollten keine Probleme in der australischen Wueste riskieren.

* Was wir in Melbourne alles gesehen haben: State Library (nett, mit kostenlosem Internetzugang :), Melbourne Museum (muss man nicht unbedingt gesehen haben, es sei denn man mag ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen), Victoria Night Market (sehr zu empfehlen, mittwochs abends in der City) und ein adventistisches Gemeindegruendungsprojekt mit der Zielgruppe „Studenten“ (wir wurden sehr freundlichaufgenommen, vielen Dank!). Ausserdem wurden wir eingeladen, mitten in der City in einem Hochhaus (15. Stock) mit Blick auf den Yarra-River, die Innenstatd sowie weitere Skyscraper zu uebernachten. Dem Pastor sei Dank! 😉 Es war ein besonderes Erlebnis fuer uns.

* Danach haben wir Phillipp Island besucht, das „Mallorca von Melbourne“. Seit mehr als 100 Jahren kommen die Leute hier zur Erholung hin – Tourismus pur, aber schoen 😉 Die Caravan Parks sind dort nicht gerade preiswert, haben dafuer aber auch meist einen Pool und andere Annehmlichkeiten. Das Highlight der Insel ist aber die Pinguin Parade, die wir uns natuerlich angesehen haben: Jeden Abend landen dort am Strand hunderte von Pinguineltern, um ihre Kleinen in ihren „Nest-Hoehlen“ zu versorgen. Man kann sich das aus naechster Naehe anschauen – einfach phantastisch! (Die meisten Besucher haben sich auch angemessen ruhig verhalten).

* Zwei Tage spaeter ging es dann weiter nach Wilsons Promontory, ein Nationalpark in der Naehe von Melbourne, der ebenfalls gerne in der Freizeit der Stadtmenschen besucht wird. Hier kann man wandern, baden und surfen. Es gibt herrliche Straende und ein paar Berge. Leider hatten wir kein schoenes Wetter, besonders am zweiten Tag, sodass wir die geplante Wanderung nicht angetreten sind. Aber immerhin war ich (Marcus) zum ersten mal surfen – naja, also ich lag auf dem Brett und habe es ein erstes Mal getestes 😉 Schliesslich haben wir das Board ja mit unserem Auto gekauft! Eines Abends kam dann noch ein kleines Kaenguru an unserem Stellplatz vorbeigehoppelt. Niedlich.

Tja – und weil wir unterwegs keine andere Arbeit gefunden haben, gerne aber etwas verdienen wollten und wir quasi das Angebot bekamen, wieder auf der Blaubeerfarm zu arbeiten, sind wir wieder hier. Inzischen seit einer Woche. Bilder der vergangenen Wochen werden wie immer nachgereicht, dazu auch ein Bericht ueber unsere aktuelle Arbeit hier. Nur etwas Geduld!

Als Trost fuer alle neidischen Bewohner Deutschlands: Im Moment ist hier ein Wetter wie sonst nur im Herbst an der Ostsee: Seit zwei Tagen regenet es unentwegt, heute (Monatg) konnten wir deswegen auch nicht arbeiten. Wir hoffen also auf Besserung. Sonst ist alles ok, auch mit Lisas Ruecken (Dank eines deutsprechenden, aus Holland stammenden, selbststaendigen Physiotherapeuthen aus der Gegend 😉

Schoene Gruesse,
Marcus

PS: Die Kommentarfunktion darf gerne genutzt werden. Wir wuerden uns freuen 😉



Zwei Sabbate

27 01 2010

Ein Einblick in zwei Sabbate (Samstage), die für uns immer ein besonderes Highlight der Woche sind:

Siebensten-Tags-Adventisten in Warburton.

Warburton war bis vor ein paar Jahren ein Zentrum für adventistische Institutionen. Ich weiß nicht, ob ich noch alles zusammen bekomme, aber auf jeden Fall war hier eine Weet-Bix-Fabrik (das ist recht gesundes „Müsli“, das jetzt in der Nähe von Sydney produziert wird, von der recht bekannten Marke „Sanatorium Healthfood“, erhältlich in jedem Woolworths oder Saveway (das sinf hier gänge Supermärkte)). Angeblich soll Warburton wegen der Fabrik häufig nach Weet-Bix geduftet haben 😉 Außerdem war hier ein adventistisches Krankenhaus, das auch Kuren und Therapien angeboten hat. Dazu gab/gibt es ein Verlagshaus, das heute immer noch besteht. Leider mussten die Fabrik und das Krankenhaus aus Kostengründen geschlossen werden. Näheres wissen wir nicht.

Jedenfalls waren wir am 02. Januar 2010 dort im Gottesdienst. Der neue Pastor der Gemeinde hat seine erste Predigt gehalten. Sehr cool! Ein echter Geschichtenerzähler, den man auch gerne mal zum BBQ einladen möchte 😉

In dieser Gemeinde waren sehr viele Besucher im Seniorenalter, um es mal so auszudrücken. Alle, die von der Kanzel gesprochen haben, hatten bereits seit längerer Zeit graue Haare. Trotzdem war es ein Gottesdienst, der Marcus und mich sehr beeindruckt hat. Die tiefe und tiefgründige Gläubigkeit hat uns sehr angesprochen. Es geht also doch: Man kann auch alt werden, und einen lebendigen Glauben behalten, ohne immer die gleichen Phrasen zu wiederholen. 😉

Drei Bilder von dieser Gemeinde sind unten in der Galerie.

 
Siebenten-Tags-Adventisten in Moe

Am 9. Januar 2010 haben wir den Gottesdienst in Moe miterleben dürfen. Es ist schon ein lustiges Bild für uns steife Deutsche. Man kommt in den Raum mit zig Ventilatoren von der Decke, die schon kräftig am Arbeiten sind, viele kommen in ihren Flip-Flops zum Gottesdienst, man wird von der Kanzel aus begrüßt und soll antworten, und jetzt noch mal etwas lauter bitte… Sehr schön! Aber im ersten Moment, gebe ich zu, war sie ein wenig befremdlich, diese Flapsigkeit.

Überhaupt ist „der Australier“ nicht ganz so der Perfektionist. Das haben wir an verschiedenen Stellen festgestellt. Auch das klassische Silvester-Konzert, das wir besucht haben, war uns zu „wenig-feierlich“ moderiert und lustlos dekoriert. Oder als wir eine Probe für eine Fernsehshow gesehen haben – irgendwie sah es unprofessionell aus. Oder das Feuerwerk an Silvester – die Massen sind in der Stadt, wirklich Massen!, und dann sind da ein paar unkoordinierte Feuerwerkskörper von einigen Hochhäusern der Stadt. Tja. Alles ein bisschen relaxter, weniger penibel. Vielleicht haben dadurch weniger Leute Depressionen in Australien. Aber ich bin absolut vom Thema abgekommen. Eigentlich will auch kein Mensch so viel lesen müssen, oder?

Darum also auch einige Fotos aus dem Gottesdienst in Moe und der anschließenden Taufe im Blue Rock Lake, recht in der Nähe von „unserer“ Blueberry-Farm.

An alle Adventis: Wer erkennt den Pastor???

 

Lisa