Fotos von Melbourne

5 03 2010

Obwohl es nun schon wieder mehr als vier Wochen her ist, dass wir in Melbourne waren (es war Ende Januar), wollen wir euch hier an dieser Stelle ein paar Fotos aus Victorias Hauptstadt praesentieren. Neben der Citiy haben wir den Queen Victoria Night Market und ich (Marcus) das Melbourne Museum besucht. Aber schaut einfach selbst…

 

Wir haben in Melbourne uebrigens gemerkt, dass wir Grossstaedte moegen. Auch wenn sie manchmal etwas laut sind. Aber immerhin gibt es dort wesentlich weniger Muecken als im Wald! Am Ende unserer Reise werden wir ja wieder in Melbourne landen. Da wir dort nun schon zwei Mal waren, wird es wie „nach Hause kommen“ sein. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg durch die Wildnis.

Marcus und Lisa



Blueberries und Australia Day

2 02 2010

Ein paar Tage später als gedacht geht nun auch dieser Eintrag online. In seinem Blog „Was macht eigentlich Maiki“ beschreibt unser Ex-Kollege Maik unter dem Titel „Moondarra Blueberries – Da haste wat zu tun! (31.01.2010, 19:10)“ wunderschön, wie der gewöhnliche Alltag auf dem Blaubeerfeld verlief. Sehr lesenswert, underneath as well ;o)

Schöne Grüße – wir arbeiten uns weiter in die Gegenwart vor (doch sie vergeht so schnell), Marcus.

————-

Nun endlich ein paar Impressionen von unserem „picking“ und „packing“:

 

Womit wir also endlich im hier und jetzt angekommen wären. Ich hatte in den letzten Tagen Rücken, wie man so schön sagt. Darum mussten wir unsere Pläne ändern und nicht über Tara-Bulga National Park, Wilsons Promotory, Philipp Island nach Melbourne fahren, sondern wir haben uns entschieden, direkt nach Melbourne zu flitzen, damit ich mich in Bekkys Bett auf dem Rücken liegen auskurieren kann. Jetzt geht es mir einigermaßen wieder gut. Aber pflücken könnte ich noch nicht. Doof!

Als nächstes würden wir gern in einem Weinberg arbeiten. Mal sehen, ob das was wird.

Gestern haben wir im Übrigen auch zum ersten Mal eine Kostenaufstellung gemacht. Woopsy-Daisy
 Da müssen wir noch ein bisschen arbeiten! 😉 Aber eigentlich ist das auch das, was mich mit am meisten reizt: Verschiedene Jobs kennen lernen, die Arbeitgeber kennen lernen, nette Kollegen treffen, und ganz nebenbei diese andere Kultur kennen lernen. Auf den ersten Blick sieht diese Kultur der unseren so ähnlich. Aber wenn man genauer hinsieht merkt man schon, dass man anders ist.

Ein kleines Beispiel: Gestern war Australia Day. Wir vermuten ja, dass das der eigentliche Jahresanfang für die Aussies ist. Jedenfalls war das Feuerwerk gestern Abend viel schöner. Leider haben wir keine Fotos gemacht, aber es war schon lustig, die Leute nur mit Australien-Flaggen bekleidet durch die Stadt rennen zu sehen und so viele glückliche Menschen zu sehen, die die ganze Zeit „Happy Australia-Day“ rufen.

Gefeiert wird der Tag (26. Januar), an dem die erste Sträflingsflotte im Jahre 1788 in Australien bei Sydney abgesetzt wurde. Nur die hyperkritischen Deutschen stellen die Frage, ob man diesen Tag so laut und unreflektiert feiern sollte. Ob es nicht eigentlich auch ein Trauertag für die Aborigines ist, die aus verschiedenen Gründen, aber durch Europäer verursacht von geschätzten 300.000 Menschen Anfang des 18. Jhd. auf  75.000 Aborigines im Jahr 1947 geschrumpft sind. Erst seit ca. 20 Jahren werden ihnen Menschenrechte in Australien zugebilligt. Aborigines und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft sind aber ein Thema für sich.

Am Freitag kommt unser Auto noch mal für einen Tag in die Werkstadt, um ein paar Verschleißteile auswechseln zu lassen. Nichts dramatisches, aber etwas Geld wird es wahrscheinlich trotzdem kosten. Wir halten euch auf dem Laufenden 😉

Lisa



Walhalla

2 02 2010

Ein Ausflug ging in die Goldgräber-Stadt Walhalla. Ein Dorf mitten in den Bergen, eigentlich recht abgelegen, das wirklich nur entstanden ist, weil es Gold gab. Zu seinen besten Zeiten wohnten hier 5000 Leute, was in Australien schon eine mittelgroße Stadt ist. Jetzt wird es eigentlich nur noch für touristische Zwecke von unter 20 Bewohnern aufrecht erhalten, weil es zwar noch Gold gibt, man aber den Fluss umleiten müsste, um dran zu kommen. Einiges was wir dort von der Arbeit im Bergwerk gesehen hatten erinnerte uns doch sehr an unsere Heimat, das Ruhrgbiet. *seufz*.

 Lisa



Campen und Reisen in der BawBaw-Landschaft

27 01 2010

Hier haben wir noch ein paar Bilder von unserem Reisen und Campen in der BawBaw-Landschaft, in der wir die letzten drei Wochen verbracht haben:

 Lisa und Marcus



Zwei Sabbate

27 01 2010

Ein Einblick in zwei Sabbate (Samstage), die für uns immer ein besonderes Highlight der Woche sind:

Siebensten-Tags-Adventisten in Warburton.

Warburton war bis vor ein paar Jahren ein Zentrum für adventistische Institutionen. Ich weiß nicht, ob ich noch alles zusammen bekomme, aber auf jeden Fall war hier eine Weet-Bix-Fabrik (das ist recht gesundes „Müsli“, das jetzt in der Nähe von Sydney produziert wird, von der recht bekannten Marke „Sanatorium Healthfood“, erhältlich in jedem Woolworths oder Saveway (das sinf hier gänge Supermärkte)). Angeblich soll Warburton wegen der Fabrik häufig nach Weet-Bix geduftet haben 😉 Außerdem war hier ein adventistisches Krankenhaus, das auch Kuren und Therapien angeboten hat. Dazu gab/gibt es ein Verlagshaus, das heute immer noch besteht. Leider mussten die Fabrik und das Krankenhaus aus Kostengründen geschlossen werden. Näheres wissen wir nicht.

Jedenfalls waren wir am 02. Januar 2010 dort im Gottesdienst. Der neue Pastor der Gemeinde hat seine erste Predigt gehalten. Sehr cool! Ein echter Geschichtenerzähler, den man auch gerne mal zum BBQ einladen möchte 😉

In dieser Gemeinde waren sehr viele Besucher im Seniorenalter, um es mal so auszudrücken. Alle, die von der Kanzel gesprochen haben, hatten bereits seit längerer Zeit graue Haare. Trotzdem war es ein Gottesdienst, der Marcus und mich sehr beeindruckt hat. Die tiefe und tiefgründige Gläubigkeit hat uns sehr angesprochen. Es geht also doch: Man kann auch alt werden, und einen lebendigen Glauben behalten, ohne immer die gleichen Phrasen zu wiederholen. 😉

Drei Bilder von dieser Gemeinde sind unten in der Galerie.

 
Siebenten-Tags-Adventisten in Moe

Am 9. Januar 2010 haben wir den Gottesdienst in Moe miterleben dürfen. Es ist schon ein lustiges Bild für uns steife Deutsche. Man kommt in den Raum mit zig Ventilatoren von der Decke, die schon kräftig am Arbeiten sind, viele kommen in ihren Flip-Flops zum Gottesdienst, man wird von der Kanzel aus begrüßt und soll antworten, und jetzt noch mal etwas lauter bitte
 Sehr schön! Aber im ersten Moment, gebe ich zu, war sie ein wenig befremdlich, diese Flapsigkeit.

Überhaupt ist „der Australier“ nicht ganz so der Perfektionist. Das haben wir an verschiedenen Stellen festgestellt. Auch das klassische Silvester-Konzert, das wir besucht haben, war uns zu „wenig-feierlich“ moderiert und lustlos dekoriert. Oder als wir eine Probe für eine Fernsehshow gesehen haben – irgendwie sah es unprofessionell aus. Oder das Feuerwerk an Silvester – die Massen sind in der Stadt, wirklich Massen!, und dann sind da ein paar unkoordinierte Feuerwerkskörper von einigen Hochhäusern der Stadt. Tja. Alles ein bisschen relaxter, weniger penibel. Vielleicht haben dadurch weniger Leute Depressionen in Australien. Aber ich bin absolut vom Thema abgekommen. Eigentlich will auch kein Mensch so viel lesen müssen, oder?

Darum also auch einige Fotos aus dem Gottesdienst in Moe und der anschließenden Taufe im Blue Rock Lake, recht in der Nähe von „unserer“ Blueberry-Farm.

An alle Adventis: Wer erkennt den Pastor???

 

Lisa