Unser erstes Auto

24 12 2009

Ja, wir haben es geschafft! Wir haben unser erstes Auto gekauft. Es ist der weisse Mitsubishi Pajero 1996 4WD – V6 3.0 geworden (weitere Details koennen gerne erfragt werden). Nachdem in den letzten Tagen Geld von der Postbank Dortmund auf zwei Konten im Schwabenlaendle geflossen ist, gehoert er nun uns. Vielen Dank an dieser Stelle an Manu und Benni fuer die freundliche Uebergabe (wir mussten zwar etwas putzten, aber ansonsten sind wir zufrieden ;)) Unter http://www.downunderdiary09.wordpress.com koennt ihr uebrigens sehen, was unser Auto im letzten halben Jahr so erlebt hat.

Mit dem Autofahren klappt es bisher auch ganz gut. An „Links vor Rechts“ und andere Dinge muss man sich aber noch gewoehnen. Doch meistens treffen wir bisher die richtige Spur 🙂 Unsere erste Fahrt haben wir uebrigens nicht irgendwo auf dem Land gemacht, sondern in der City von Melbourne, auf vier- bis fuenfspurigen Strassen und Autobahnen. Wenn schon, denn schon.

Marcus



Auto mobil?

17 12 2009

Unser zeitraubendster „Job“ besteht momentan darin, ein Auto zu kaufen. In Melbourne-Stadt kann man sich zwar relativ gut mit Bus&Bahn vorwaerts bewegen, doch darueber hinaus braucht man auf jeden Fall ein Auto, um mobil zu bleiben („Die Leistung von VW bestand darin, grosse Massen mit einem Auto mobil zu machen“, so ein ehemaliger Lehrer von mir ;)).

Die Australier, auch „Aussies“ genannt (ich fuehle mich als Ost-Berliner manchmal fast mit angesprochen) geltan zwar als sehr locker und relaxt gegenueber uns Deutschen – doch nicht so bei der Autoregistrierung. Dort ist jeder Bundesstaat foederaler organisiert, als man sich das in Deutschland vorstellen kann. Stellt euch vor, man muesste einen neuen TUEV plus ASU machen und Gebuehren bezaheln, wenn man seinen PKW von Wiebaden nach Mainz ummelden moechte. So ungefaehr laeuft das hier, wobei jeder Bundesstaat seine eigenen Regeln hat. Dementsprechend haben wir uns in den letzten Tagen einige Sorgen gemacht und uns ueber die Gegebenheiten in Victoria, Queensland, New South Wales und Western Australie informiert. Dabei konnte man leider oft nur auf Halbwissen anderer Backpacker zurueckgreifen. Und selbst die Einheimischen sind hier nicht wirklich fit, weil man sein Auto natuerlich normalerweise nicht staendig grenzuebergreifend verkauft.

 

Hier die Bilder der Autos, die wir uns in den letzten Tagen angeschaut haben. Wir haben inzwischen einen klaren Favoriten – wir wollen aber nicht zu viel verraten. In jedem Fall soll es ein Allradwagen („4-Wheel-Drive“) mit eingebautem Bett und Zubehoer sein, um im Outback (Hinterland, Wildnis) fuer alles geruestet zu sein. Naechste Woche sind wir dann hoffentlich endlich autonom und mobil.

Marcus



Ich bin ein Spalter

15 12 2009

Am Sonntag war es endlich soweit: Lisa und ich hatten unseren ersten Arbeitstag…wenn man ihn bei drei Mahlzeiten und einer Kaffeepause wirklich so nennen kann 😉 Nebenbei haben wir also auch etwas ueber „Flat Whites“ und „Hot Chocolates“ gelernt. Auch im Cafe muss man sich hier etwas umstellen.

Zurueck zum Thema: Wir waren mit Manfred und Olwyn auf ihrer Farm („Tall Timbers“), ganz in der Naehe des kleinen Oertchens Noojee. Dort gibt es jedoch alles, was man braucht: Eine Post, einen Kiosk, einen Zeltplatz, oeffentliche Toiletten und eben das Cafe, das gleichzeitig eine Art Heimatmuseum und Souvenirshop ist. Very nice.
Auf der Farm (wir haben leider keine Fotos gemacht, schliesslich sind wir ja auch nicht zum Vergnuegen dort gewesen) haben wir dann etwas mit angepackt: Lisa hat Tulpenzwiebeln geputzt und sortiert und ich war mit Manfred im Wald. Dort haben wir den Zaun zum Nachbarn von einem umgestuerzten Baum befreit. Manfred hat ihn (den Baum) mit der Motorsaege kurz und klein gemacht – und ich habe die restlichen Stuecke gespalten, damit man sie besser verfeuern kann.

Wie ich bereits bei und von meinem Cousin gelernt habe: So ein „kleiner Wald“ wirft mehr Holz ab, als man alleine verfeuern kann. Das gestapelte Holz in Tall Timbers reicht also fuer mindestens drei Winter (bin mir nicht ganz sicher ob australische oder deutsche Winter, wie auch immer). Auf jeden Fall war das Spalten und die spaeteren Brueckenbauarbeiten so anstrengend, dass ich die 90-minuetuge Rueckfahrt fuer ein kleines Nickerchen genutzt habe.

Marcus



Erste Impressionen aus Oz

15 12 2009
Heute gibt es zunaechst erstmal ein paar Impressionen aus Oz. „Oz“ ist hier uebrigens die gaengige Abkuerzung fuer „Australia“, deshalb auch der Name unsere Blogs 🙂

 

An alle Ungeduldigen in Deutschland: Uns geht es gut, wir kamen in den letzten Tagen nur nicht dazu, regelmaessig Berichte und Fotos im Internet hochzuladen. Demnaechst also mehr zu den Themen: Autokauf, Bankkonto, Church-Besuch, Arbeit auf der Farm, Weihnachtsfreude, etc. 

Marcus 

PS: Falls die Fotos gestaucht oder gestreckt sein sollten, duerft ihr gerne einen Kommentar hinterlassen. Bin mir nicht so ganz sicher, wie die Bilder auf anderen Rechnern wohl aussehen?!



Down Under – Alles andersrum!

14 12 2009

Dies ist ein Nachtrag vom 11.12.09

Meine Nerven… Staendig muss ich diese Schreck-Sekunden aushalten! Wenn wir „falsch rum“ in den Kreisverkehr einbiegen, wenn uns auf „unserer Spur“ ein Bus entgegen kommt, wenn uns ein Auto ohne Fahrer begegnet, wenn wir rechts ueberholt werden… Diese Erfahrung zeigt mir so deutlich wie es mir noch nie aufgefallen ist, wie sehr man im Alltag auf automatisiertes Wissen zuruekgreift, obwohl man es ja vom Kopf her anders weiss…

Und ganz merkwuerdig ist ja, wenn man uns hier Weihnachten vorspielen moechte. Man kommt an und hat das Gefuehl „Willkommen im Sommerurlaub“ und dann liest man staendig ganz irritiert, dass schon Dezember sein soll und die Plakate fragen, ob man schon alle Weihnachtsgeschenke hat.

Und dann freut man sich an den Tulpen auf dem Tisch. „4 seasons in a day“ wie die Australier sagen… Ok, sie beziehen das eigentlich auf das Wetter.

Sonst geht es uns auf jeden Fall sehr gut! Wir wurden sehr herzlich von unseren Verwandten hier in Melbourne (siehe Markierung auf der Karte) aufgenommen und fuehlen uns sehr wohl.

Gestern haben wir bereits ein Bankkonto eroeffnet. Beziehungsweise zwei. Plus Zusatz-irgendwas, was fuer die Steuern gut sein soll. Puh! Ich gehe schon in Deutschland nicht gerne zur Bank, weil ich nicht alles verstehe, was mir verkauft werden soll und jetzt das ganze uebernaechtigt und auf Englisch… Aber wir haben es geschafft! 🙂

Heute also Steuernummer beantragen, nach Autos und ersten Jobangeboten umhoeren… und an den neuen Tagesrhythmus gewoehnen. Gott sei Dank ist morgen wieder Sabbat. 🙂

Lisa