Wir werden Camper!

7 07 2010

Als wir in Alice Springs ankamen, stand uns der Schock ins Gesicht geschrieben: Wir waren mitten im Outback, mitten in AUSTRALIEN und es war ziemlich kalt. Also jedenfalls unter 20 Grad am Nachmittag. Schwer entschlossen checkten wir für 2 Nächte in einem Backpacker „Hotel“ ein oder auch „Budget Accomodation“ genannt. Es war das günstigste Dach über dem Kopf, das wir finden konnten.Und so sah es dann auch aus. Ein Raum mit zwei Betten. Kein Schrank, kein Haken in der Wand. Immerhin musste man sich die Küchenzeile im Vorraum und das Bad nur mit dem Nachbarzimmer teilen. Zuhause fühlt man sich dabei aber auch nicht. Und auf Dauer können wir uns das auch nicht leisten. Was nun?
Wir müssen weiter campen, egal wie kalt es wird. Zum Glück ist uns nachts im Auto nicht so schnell kalt, weil der Raum, den wir aufwärmen müssen recht klein ist. Aber man möchte ja nicht um 5 Uhr aufhören zu reisen, dann Abendessen machen und ins Bett gehen… Seit ein paar Tagen haben wir eine neue Leidenschaft gefunden: Lagerfeuer machen. So macht das Campen wieder Spass, egal wie kalt es ist. Und Feuerholz gibt es hier in der Steppe genug. (Outback bedeutet nämlich gar nicht umbedingt Wüste. Wüste haben wir zu meiner Enttäuschung noch gar nicht gesehen. Bisher sind wir tausende von Kilometern (ich übertreibe nicht) durch Steppelandschaft gefahren.) Wir werden noch mal richtige Camper!

Lisa



Alternative Energienutzung!

30 12 2009

Wie wir hier Weihnachten feiern, habe ich schon einmal in einem Kommentar kundgetan. Ich kopiere den Abschnitt einfach noch einmal hierher:

Ja, wie machen wir das? Auf jeden Fall feiern wir mit einer ganz anderen Stimmung und ziemlich sicher ohne Schnee – gestern war es wieder sehr heiss! Wir werden heute Abend (24.12.) zwar auch mit der Familie feiern (mit Olwyn und Manfred, wo wir wohnen, sowie mit seinen beiden Bruedern und deren Familien), doch sind wir nicht wirklich in Weihnachtsstimmung. Dafuer ist es einfach zu warm, es gibt zu viel Sonne und sie geht erst gegen 21:00 Uhr unter.
Es ist sozusagen Sommer und trotzdem gibt es in manchen Kaufhauesern geschmueckte Plastikweihnachtsbaeume und so weiter. Aber nicht in dem Ausmass wie in Deutschland. Was es allerdings wie in Deutschland gibt: Stollen und Lebkuchen, der aus der Heimat importiert wird. Wirklich! Das ist schon etwas merkwuerdig.

Darueber hinaus haben wir festgestellt: Energie wird hier zum Teil anders genutzt als in Deutschland. Wie? Auch hier in der Wohnung gibt es die allseits beliebten Weihnachtspyramiden (ob „echt Erzgebirge“ weiss ich nicht). Doch von der aufsteigenden Waerme der angezuendeten Kerzen, wie sonst gewohnt, werden sie nicht angetrieben – sondern von der Klimaanlage, die kuehle Luft hineinweht! Da muss man wenigstens nicht staendig aufpassen, dass etwas anbrennt 😉

Hier ein paar Fotos unserer Familienfeier:

 

Eine gute nachweihnachtliche Erholung wuenscht
Marcus