Auto mobil?

17 12 2009

Unser zeitraubendster „Job“ besteht momentan darin, ein Auto zu kaufen. In Melbourne-Stadt kann man sich zwar relativ gut mit Bus&Bahn vorwaerts bewegen, doch darueber hinaus braucht man auf jeden Fall ein Auto, um mobil zu bleiben („Die Leistung von VW bestand darin, grosse Massen mit einem Auto mobil zu machen“, so ein ehemaliger Lehrer von mir ;)).

Die Australier, auch „Aussies“ genannt (ich fuehle mich als Ost-Berliner manchmal fast mit angesprochen) geltan zwar als sehr locker und relaxt gegenueber uns Deutschen – doch nicht so bei der Autoregistrierung. Dort ist jeder Bundesstaat foederaler organisiert, als man sich das in Deutschland vorstellen kann. Stellt euch vor, man muesste einen neuen TUEV plus ASU machen und Gebuehren bezaheln, wenn man seinen PKW von Wiebaden nach Mainz ummelden moechte. So ungefaehr laeuft das hier, wobei jeder Bundesstaat seine eigenen Regeln hat. Dementsprechend haben wir uns in den letzten Tagen einige Sorgen gemacht und uns ueber die Gegebenheiten in Victoria, Queensland, New South Wales und Western Australie informiert. Dabei konnte man leider oft nur auf Halbwissen anderer Backpacker zurueckgreifen. Und selbst die Einheimischen sind hier nicht wirklich fit, weil man sein Auto natuerlich normalerweise nicht staendig grenzuebergreifend verkauft.

 

Hier die Bilder der Autos, die wir uns in den letzten Tagen angeschaut haben. Wir haben inzwischen einen klaren Favoriten – wir wollen aber nicht zu viel verraten. In jedem Fall soll es ein Allradwagen („4-Wheel-Drive“) mit eingebautem Bett und Zubehoer sein, um im Outback (Hinterland, Wildnis) fuer alles geruestet zu sein. Naechste Woche sind wir dann hoffentlich endlich autonom und mobil.

Marcus



Down Under – Alles andersrum!

14 12 2009

Dies ist ein Nachtrag vom 11.12.09

Meine Nerven… Staendig muss ich diese Schreck-Sekunden aushalten! Wenn wir „falsch rum“ in den Kreisverkehr einbiegen, wenn uns auf „unserer Spur“ ein Bus entgegen kommt, wenn uns ein Auto ohne Fahrer begegnet, wenn wir rechts ueberholt werden… Diese Erfahrung zeigt mir so deutlich wie es mir noch nie aufgefallen ist, wie sehr man im Alltag auf automatisiertes Wissen zuruekgreift, obwohl man es ja vom Kopf her anders weiss…

Und ganz merkwuerdig ist ja, wenn man uns hier Weihnachten vorspielen moechte. Man kommt an und hat das Gefuehl „Willkommen im Sommerurlaub“ und dann liest man staendig ganz irritiert, dass schon Dezember sein soll und die Plakate fragen, ob man schon alle Weihnachtsgeschenke hat.

Und dann freut man sich an den Tulpen auf dem Tisch. „4 seasons in a day“ wie die Australier sagen… Ok, sie beziehen das eigentlich auf das Wetter.

Sonst geht es uns auf jeden Fall sehr gut! Wir wurden sehr herzlich von unseren Verwandten hier in Melbourne (siehe Markierung auf der Karte) aufgenommen und fuehlen uns sehr wohl.

Gestern haben wir bereits ein Bankkonto eroeffnet. Beziehungsweise zwei. Plus Zusatz-irgendwas, was fuer die Steuern gut sein soll. Puh! Ich gehe schon in Deutschland nicht gerne zur Bank, weil ich nicht alles verstehe, was mir verkauft werden soll und jetzt das ganze uebernaechtigt und auf Englisch… Aber wir haben es geschafft! 🙂

Heute also Steuernummer beantragen, nach Autos und ersten Jobangeboten umhoeren… und an den neuen Tagesrhythmus gewoehnen. Gott sei Dank ist morgen wieder Sabbat. 🙂

Lisa



Einen Tag ausgeklinkt…

28 11 2009

Mein erster Eintrag. Ich bin etwas aufgeregt.. 😉

Heute hab ich mich einfach mal ausgeklinkt. Die letzten Tage waren unglaublich voll gepackt: Am Mittwoch habe ich mich von allen im Heim verabschiedet, Donnerstag von meinen lieben, geschätzten Arbeitskollegen (die ich an dieser Stelle ganz herzlich grüße…). Gestern waren noch einige Ämtergänge zu machen, am Abend wurden wir ganz lecker von Freunden verköstigt…
Und da mich noch eine komische Erkältung erwischt hat, habe ich heute einfach nix gemacht. Ich bin nicht in den Gottesdienst meiner geliebten Gemeinde (www.lifeline-herne.de) gegangen und habe Gottes Angebot, einfach einen Tag in der Woche nicht zu arbeiten, noch nicht einmal darüber nachzudenken, dankbar angenommen.

Aber jetzt ist es wirklich Zeit, die Taschen zu packen… Ich freue mich schon sehr darauf, die ersten Australien-Fotos zu posten und würde mich auch wahnsinnig über Kommentare von euch Lesern freuen… 🙂

In Erinnerung an meinen ersten Arbeitsplatz markiere ich mich mal auf „Emilstr. 42 in Wattenscheid-Höntrop“… 🙂

Lisa



Stand der Dinge

19 11 2009

Aufgrund der anstehenden Reise ist im Moment einiges zu tun: Lisa steckt noch voll in der Arbeit und ich warte auf meine B.A.-Ergebnisse, während ich den Haushalt schmeiße, alte Sachen wegschmeiße und die ersten Kisten packe.

Unsere Wohnung wird Ende November aufgelöst.  Wir verhandeln gerade mit einem Nachmieter. Am Dienstag, 24. Dezember 2009 ist dann hoffentlich alles gegessen. Ein paar Fotos bekommt ihr in den nächsten Tagen auch…wenn man hoffentlich erste Ergebnisse des Packens erkennen kann. Achja, irgendwann wollte ich nochmal eine Packliste für Australien ausdrucken. Wo auch immer die gerade ist?!

Dazu kommen diverse Konversionen mit der GEZ, Krankenkassen, Vermieter, Straßenverkehrsamt, Post, Versicherungen, Festnetzanbieter, Handyanbieter, Finanzamt, Sperrmüll, Uni, etc. Allein in der schönen Ruhr-Universität Bochum durfte ich mehrfach besuchen: Fachbeauftragte, Studienberater, Prüfungsamt, Dekanat, Zentrale VSPL-Nacherfassungsstelle und Optionalsbereichs-Büro. Jaja, die deutsche Bürokratie. Was würde man nur ohne sie den ganzen Tag machen?

Zum Abschluss noch ein Zitat aus einer E-Mail unserer Verwandten, bei denen wir die erste Zeit in Australien verbringen werden:

„Not long to go before we welcome you in warm Melbourne. We do not know what stress is, so do not bring any stress with you, please. What you can bring is a happy disposition, nothing else.“

Marcus