Hallo Welt!

15 04 2010

Ja, wir leben noch! Und es geht uns den Umständen entsprechend gut! Heute schreiben wir das erste Mal von unserem eigenen neuen „Eee PC“ (ein kleiner Laptop) aus; wir sitzen gerade bei unserem besten Freund Roland Mc Donald’s 😉 (Weil es da kostenlosen Internetzugang gibt). Es funktioniert also alles.

Es ist schon faszinierend, dass wir vor fünft Tagen einen Laptop beim australischen eBay bestellt haben, der Kauf per PayPal über mein deutsches Konto abgewickelt wurde und vier Tage später das richtige Paket in irgendeinem Caravan Park im australischen Hinterland angekommen ist. Wunderbar!

„Den Umständen entsprechend“ bedeutet: Uns tut alles weh, aber wir haben Arbeit und sind darüber sehr froh! Wir rupfen den ganzen Tag Unkraut („weeding“) auf einer Salatfarm. Wir dachten nicht, dass es sowas überhaupt gibt: Unkraut zupfen (ausschliesslich!) für umgerechnet mehr als 10,- Euro die Stunde. Um 6:00 Uhr morgens geht’s los, dafür ist man aber auch um 14:00 Uhr fertig. Da es allerdings um 18:00 Uhr schonwieder dunkel ist, hält sich die Freizeit in Grenzen…doch wir sind ja nicht zum Vergnügen hier! (Mitleidsbekundungen können gerne in Form von Kommentaren, E-Mails oder Facebook-Nachrichten abgegeben werden;))

Demnächst mehr von uns. Es ist 19:49 Uhr Ortszeit, höchste Zeit zum Schlafengehen!

Viele Grüsse,
Marcus und Lisa



„Wart ihr schon in Syd?“

28 03 2010

„Wart ihr schon in Syd?“ „Nee!“, mussten wir bisher immer sagen. (Das Copyright an diesem Gag liegt uebrigens bei meinem Cousin ;)) Jetzt haben wir uns die heimliche Hauptstadt Australiens aber endlich angeschaut, ziemlich genau zwei Wochen lang. Heute geht es weiter Richtung Westen, fuer drei Tage in die Blue Mountains, danach steht das Avondale College und Umgebung weiter im Norden auf dem Programm.

Aber zunaechst ein kleiner Rueckblick auf unsere letzten zwei Wochen sowie ein Einblick in das Panorama Sydneys:

 

In Sydney haben wir das erste mal gewwooft. WWOOF steht fuer „Willing Workers on Organic Farms“. Das Prinzip: Man arbeitet jeden Tag 4-6 Stunden und kann dafuer bei den Gastgebern kostenlos wohnen und essen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie man in Sydney auf einem oekologischen Bauerhof arbeiten kann… Naja, wir waren bei einer Familie mit grossem, „natuerlichen“ Garten, das passt gerade noch ins WWOOF-Konzept. Meistens haben wir einen ganzen Tag gearbeitet und konnten dafuer auch einen ganzen Tag Sightseeing betreiben. Arbeiten hiess hier meistens Unkraut zupfen…acht Stunden am Stueck ist das schon eine Herausforderung. Aber ab und zu konnten wir auch Baenke und Tische streichen, Blumen pflanzen, Wege fegen, etc. – einen Tag hat Lisa auch gebuegelt. In einer knappen Stunde war man dann vom vorort aus mit dem Auto oder dem Bus in der Stadt oder am Strand. Guenstiger kann man Sydney wahrscheinlich nicht wohnen.

Was uns nicht so gut gefallen hat: Der bewusst natuerlich gehaltene Garten, der selbst nach Unkraut zupfen (zum Teil „ausreissen“) und Aufraeumen immer noch nicht schoen war, die nicht besonders hygienisch gehaltene Kueche und dass das Abendessen meist erst zwischen 19:00 und 21:00 Uhr auf den Tisch kam. Naja…wie gesagt, es war guenstig, wir durften hier alles benutzen (inkl. Kaffeemaschine und Internet) und wir werden auf jeden Fall noch eine zweite WWOOF-Station ausprobieren.

Zur Stadt: Sydney ist die groesste Stadt Australiens, gefolgt von Melbourne, wo wir uns nun schon eine Weile aufgehalten hatten. Doch in Sydney ist tatsaechlich alles noch groesser, noch schneller, noch hektischer, noch mehr Verkehr, etc. (Mit dem Auto kommt daher allerdings langsamer als in Melbourne vorwaerts…) Es gibt auch mehr touristische Attraktionen zu besichtigen, die wahrscheinlich bekanntesten koennt ihr ja auf den Fotos sehen. In der Stadt wimmelt es nur so vor Anzugtraegern, die gerade auf dem Weg zur Arbeit sind (mit Auto, Bus, per Pedes oder Taxi), von der Arbeit kommen oder in der Mittagspause etwas zu Essen suchen. Selbst zu Fuss kommt man langsam vorwaerts, weil man an jeder Ampelkreuzung mehrere Minuten warten muss – und nicht immer kann man ueber Rot gehen, wie es  viele Einheimische tun. Zweimal haben wir uns auch mit dem eigenen Auto in die Stadt gewagt…das ist eine spannende Angelegenheit und danach ist man reif fuer eine laengere Erholungsphase.

Sydney ist schon faszinierend, mit ihren ganzen Hochhaeusern, dem Hafen und vielen anderen schoenen Fleckchen. Eine kleine Hafenrundfahrt, wie sie einem von jedem Reisefuehrer empfolen wird, haben wir per Faehre natuerlich auch gemacht – wirklich sehr schoen! Ansonsten ist festzuhalten: Die Oper sieht von Weitem schoener und eindrucksvoller aus als aus der Naehe und die Harbour Bridge lohnt sich vor allem als Aussichtspunkt ueber den Hafen und die City.

So…gleich heisst es noch etwas „Garten verschoenern“, Auto packen und in die Blue Mountains aufbrechen. Aus Sydney gruessen wir natuerlich besonders: Markus in Herne – wir sind auf deine Kommentare gespannt 😉

Bis demnaechst,
Marcus

PS: Zum Thema Kirchen und Gemeinden, die wir an den beiden Wochenenden in Sydney besucht haben, schreiben wir bald noch ein paar Extrazeilen…



Zu Besuch bei Pinguinen

8 03 2010

Am 4. und 5. Februar 2010 waren wir auf Besuch bei der Grossfamilie Pinguin.

An einem regnerischen Donnerstag erreichten wir Phillip Island. Entgegen unserer Gewohnheit suchten wir uns einen kostenpflichtigen Campingplatz, da die Ranger auf dieser Insel sehr streng sind und Strafen verteilen, wenn man „in der Wildnis“ uebernachtet. So hatten wir immerhin Dusche und sogar einen Pool. 🙂

Neben uns campte ein sehr nettes Paar, das ebenfalls deutsch und im Besitz eines Working-Holiday-Visas war und uns ganz begeistert erzaehlte, dass es hier auf Phillip Island ganz einfach sei, Arbeit zu finden. Sie waeren jetzt auch schon eine Woche hier, wuerden auf dem Platz putzen und an der Rezeption sitzen, kostenlos wohnen und ganz gut verdienen. Also gut, am Freitag machten wir uns auf und suchten den ganzen Tag lang nach Arbeit. An einem schoenen Ort kann man ja ruhig auch laenger bleiben… Leider bekamen wir nur „wir melden uns dann bei Ihnen“ (was wie erwartet nie geschah), „sorry, wir beschaeftigen nur Ortsansaessige“ oder „warum seid ihr nicht in den Sommerferien gekommen???“ zu hoeren. Also gingen wir am Abend leicht deprimiert zur Penguin-Parade – um dort wieder entschaedigt zu werden. Auf der Eco-Tour konnten wir eine Rangerin alles ueber Pinguine fragen, was uns eingefallen ist und abends konnten wir die ankommenden Pinguine auf ihrem Weg vom Meer zum Nest „begleiten“. Ein sehr spannendes und einmaliges Erlebnis! Leider war es nicht erlaubt, Fotos von den Pinguinen zu machen. Aber ein paar Eindruecke haben wir trotzdem.

 

Lisa



Kinotipp

25 02 2010

Also was die versprochenen Fotos angeht…da muessen wir euch leider noch etwas vertroesten. Wir haben einige in unserer Kamera, aber wir hatten noch keine Zeit um sie zu zaehmen und der Oeffentlichkeit Preis zu geben 😉 Wir werden es hoffentlich bald nachholen.

Stattdessen haben wir einen Filmtipp fuer euch. Ein echter Knaller, der es vielleicht bald wirklich ins Kino schafft! Und wo wurde er gedreht und produziert? Auf „unserer“ Blaubeerfarm! Wer spielt die Hauptrolle? Unser alter und neuer Kollege Maik. Schaut es euch selbst an, hier der Link:

Der Alltag hat mich wieder – Der Film (09.02.2010, 18:30) 
(Auf der Seite etwas herunterscrollen und dann das MyVideo-Video anklicken!)

Jetzt wisst ihr, wie es in Moondarra und Umgebung ungefaehr aussieht!

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Unserem Auto geht es gut, wir hatten heute unseren vorletzten Arbeitstag auf der Blaubeerfarm und am Samstag werden wir bereits zum vierten Mal die Adventgemeinde in Moe besuchen. Uns gefaellt es da 😉

Was danach passiert, wissen wir noch nicht so genau. Grundsaetzlich wollen wir uns auf den Weg Richtung Norden nach Canberra machen. Wir wuerden aber auch noch etwas arbeiten (auf dem Weg dorthin), weil gerade Erntezeit ist – um danach laenger und entspannt reisen zu koennen. Mal sehen, was sich am Wochenende in Sachen Jobs ergibt…

Wo liegt in Deutschland noch ueberall Schnee?

Marcus



Back in Moondarra

15 02 2010

Wer haette es gedacht: Nach zwei Wochen Pause stehen wir wieder in Moondarra und packen Blaubeeren! Hier die Geschichte in Kurzform:

* Vor drei Wochen dachten wir: Blaubeeren ade – wir gehen auf grosse Reise! Weil Lisa Probleme mit ihrem Ruecken hatte, sind wir aber erstmal nach Melbourne zurueckgefahren, damit sie sich auskurieren kann. Neben Erholung standen aber auch etwas Sightseeing und ein Check fuer unser Auto auf dem Programm. Nach der Untersuchung musste sich unser Auto dann ebenfalls ein paar Tage lang auskurieren (es lag ein Wochenende dazwischen) und dazu teuer bezahlen (die Rechnung haben wir aber freundlicherweise uebernommen). Naja, mit neuem Oel, Riemen, Wasserpumpe, Kuehler, etc. geht es jetzt hoffentlich ohne Probleme weiter. Wir haben ja noch etwas vor uns und wollten keine Probleme in der australischen Wueste riskieren.

* Was wir in Melbourne alles gesehen haben: State Library (nett, mit kostenlosem Internetzugang :), Melbourne Museum (muss man nicht unbedingt gesehen haben, es sei denn man mag ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen), Victoria Night Market (sehr zu empfehlen, mittwochs abends in der City) und ein adventistisches Gemeindegruendungsprojekt mit der Zielgruppe „Studenten“ (wir wurden sehr freundlichaufgenommen, vielen Dank!). Ausserdem wurden wir eingeladen, mitten in der City in einem Hochhaus (15. Stock) mit Blick auf den Yarra-River, die Innenstatd sowie weitere Skyscraper zu uebernachten. Dem Pastor sei Dank! 😉 Es war ein besonderes Erlebnis fuer uns.

* Danach haben wir Phillipp Island besucht, das „Mallorca von Melbourne“. Seit mehr als 100 Jahren kommen die Leute hier zur Erholung hin – Tourismus pur, aber schoen 😉 Die Caravan Parks sind dort nicht gerade preiswert, haben dafuer aber auch meist einen Pool und andere Annehmlichkeiten. Das Highlight der Insel ist aber die Pinguin Parade, die wir uns natuerlich angesehen haben: Jeden Abend landen dort am Strand hunderte von Pinguineltern, um ihre Kleinen in ihren „Nest-Hoehlen“ zu versorgen. Man kann sich das aus naechster Naehe anschauen – einfach phantastisch! (Die meisten Besucher haben sich auch angemessen ruhig verhalten).

* Zwei Tage spaeter ging es dann weiter nach Wilsons Promontory, ein Nationalpark in der Naehe von Melbourne, der ebenfalls gerne in der Freizeit der Stadtmenschen besucht wird. Hier kann man wandern, baden und surfen. Es gibt herrliche Straende und ein paar Berge. Leider hatten wir kein schoenes Wetter, besonders am zweiten Tag, sodass wir die geplante Wanderung nicht angetreten sind. Aber immerhin war ich (Marcus) zum ersten mal surfen – naja, also ich lag auf dem Brett und habe es ein erstes Mal getestes 😉 Schliesslich haben wir das Board ja mit unserem Auto gekauft! Eines Abends kam dann noch ein kleines Kaenguru an unserem Stellplatz vorbeigehoppelt. Niedlich.

Tja – und weil wir unterwegs keine andere Arbeit gefunden haben, gerne aber etwas verdienen wollten und wir quasi das Angebot bekamen, wieder auf der Blaubeerfarm zu arbeiten, sind wir wieder hier. Inzischen seit einer Woche. Bilder der vergangenen Wochen werden wie immer nachgereicht, dazu auch ein Bericht ueber unsere aktuelle Arbeit hier. Nur etwas Geduld!

Als Trost fuer alle neidischen Bewohner Deutschlands: Im Moment ist hier ein Wetter wie sonst nur im Herbst an der Ostsee: Seit zwei Tagen regenet es unentwegt, heute (Monatg) konnten wir deswegen auch nicht arbeiten. Wir hoffen also auf Besserung. Sonst ist alles ok, auch mit Lisas Ruecken (Dank eines deutsprechenden, aus Holland stammenden, selbststaendigen Physiotherapeuthen aus der Gegend 😉

Schoene Gruesse,
Marcus

PS: Die Kommentarfunktion darf gerne genutzt werden. Wir wuerden uns freuen 😉